Der Copywriter


Mein Portrait
JÜRGEN JUHNKE
TEL 030 - 755 131 60
J.Juhnke@copywriter.de


Über mich:
Prolog
Kurzprofil
Specials:
Internet
IT-Branche
Technik
Funkwerbung
TV und Film
Just for fun:
Private Homepage
Home
Zur Startseite



Der Copywriter
TEXTERJOURNALISTONLINE-REDAKTEURTV+FUNK-AUTOR





TEXTBEISPIEL

Groupware Magazin



Ein Leuchtturm weist den Weg zum Wissen


Das Schlagwort vom Wissensmanagement läßt sich nur dann vorteilhaft in die Realität umsetzen, wenn das Regelwerk stimmt. Nach einer ersten Phase der ungeordneten Wissenserfassung hat die Bahntochter TLC* spezielle Mechanismen zur strukturierten Verwaltung und Pflege der Informationen etabliert. Der Name des elektronischen Prozesshandbuchs für Methoden lautet wegweisend: Der Leuchtturm.

"Der Leuchtturm" ist sowohl Wissensdatenbank als auch Portal, ein von Projektmitarbeitern selbst geschriebenes Projekthandbuch und ein Informationsmedium über Standards und Methoden sowie nicht zuletzt auch ein Prozesshandbuch für Vorgehensweisen.

Ins Leben gerufen wurde der Leuchtturm von der TLC (Transport-, Informatik- und Logistik-Consulting GmbH, dem Beratungs- und Systemhaus der Bahn) im Rahmen des Softwareentwicklungsprogramms CPU (Cargo Projekt Unternehmensmodell). Das Entwicklungsprogramm CPU hatte zum Ziel, neue Geschäftsprozesse bei der DB Cargo, dem Güterverkehr der Bahn, einzuführen. Das Großprojekt umfasst vier Releases mit jeweils ca. 6 bis 9 Monaten Entwicklungsdauer, davon sind inzwischen drei erfolgreich abgeschlossen, das vierte ist zur Zeit in Arbeit.

In Spitzenzeiten arbeiteten die Mitarbeiter des Projektes in mehr als 20 Teilprojekten, weitere Projekte für den Abnahmetest bis hin zur Einführung der Geschäftsprozesse sind hinzuzurechnen. Die besondere Herausforderung bestand und besteht darin, alle Teilprojekte inhaltlich und zeitlich im Gleichklang zu halten.

Bei einem solchen Umfang spielt die Transparenz für alle Projektmitarbeiter und die beteiligten Beratungshäuser eine sehr wichtige Rolle. In der Projektdatenbank "Der Leuchtturm" wurden nach und nach alle Vorgehensmodelle aus allen Projekten gesammelt und so den anderen zur Verfügung gestellt.

Von Beginn an wurde ein V-förmiges Vorgehensmodell definiert, das den Projektablauf in Phasen strukturierte - abwärts die Anforderungen bis hin zum Softwaredesign, aufwärts die Softwareentwicklung bis zum fertigen Ergebnis. Dieses V-förmige Vorgehen ordnet jeder Entwicklungsphase eine klar definierte Testphase zu und sichert so, dass das Testen nur auf der jeweiligen "Abstraktionsebene" durchgeführt wird.

Parallel zu diesem V-Modell wurden von allen Beteiligten auch die Dokumentationen zum Thema technische Architektur und Entwicklungsumgebung einschließlich der Dokumentation der entsprechenden Software-Werkzeuge in den Leuchtturm gestellt. Jeder autorisierte Mitarbeiter hat somit Zugriff auf unternehmensweit gültige Standards für die Softwareentwicklung und Umsetzung von Geschäftsprozessen. Zeitaufwendige Rückfragen und Meetings sowie Abstimmungen mit anderen parallelen und Querschnitts-Projekten konnten deutlich reduziert werden. Als sehr erfreulich stellte sich auch heraus, dass die Mitarbeiter durch den etablierten Leuchtturm formal sehr gleichartige interne Dokumentationen erstellten und inhaltlich miteinander vergleichbare Ergebnisse abgaben.

Leuchtturmwärter

Es war eine bewusste Entscheidung, zunächst mit einem rudimentären Vorgehensmodell zu beginnen und dieses kontinuierlich zu verbessern. Das Wissen wurde noch relativ unstrukturiert und unkontrolliert von den Mitarbeitern in die zentrale Datenbank eingestellt. Die dadurch entstehende "Verwilderung" führte zu einer nachlassenden Nutzung. Wie beabsichtigt führte die TLC daher beim Leuchtturm schrittweise eine Art Qualitätsmanagement ein. Zunächst wurden "Besitzer" der Dokumente und "Leuchtturmwärter" etabliert. Neue Dokumente mussten jetzt zunächst als Vorschlag die Kontrolle der Leuchtturmwärter passieren.

Im Laufe der Zeit kamen zu den aus dem Cargo- Entwicklungsprogramm CPU gewonnenen Inhalten neue aus anderen Projekten hinzu. Mangelnde Kontrolle hätte dazu geführt, dass Prozesse redundant entwickelt worden wären. Dies konnte jedoch durch den Einsatz der Leuchtturmwärter und der zentralen Ablage verhindert werden.

(Wie es weiter geht, können Sie in der *.PDF-Datei nachlesen).




zurück Nach oben


20. 05. 2012, 09:14:30